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Internationaler Hansenorden e. V. zu St. Goar am Rhein
Aus: Hansen-Blatt 50/1997

Loreley
Ein Beitrag zur Namendeutung

von Dr. Manfred Halfer

  1.0 Bisherige Deutungen

Kaum eine Frauengestalt hat die Deutschen so in ihren Bann gezogen wie die Loreley. In der heutigen Form ist sie eine Schöpfung von Clemens Brentano. Heinrich Heine nahm das Motiv auf, und später, nachdem es Friedrich Silcher vertont hatte, gelangte es im 19. Jahrhundert zeitweilig in den Rang einer Nationalhymne. Heute ist die Loreley zu Klischee und Kitsch verkommen1. In früheren Jahrhunderten war der Felsen Gegenstand vielfältiger Erörterungen.

Was denselben besonders berühmt gemacht, ist dem sehr deutlichen Echo oder Widerhall zuzuschreiben, dahero dann alle Vorüberreisenden mit Rufen, Schießen, Trompeten etc. Sich jederzeit alhier zu divertiren pflegen. (...) Übrigens finden sich unter dem gemeinen Mann von dieser Lorley noch allerhand Mährger, welche sich aber nicht der Mühe lohnen, allhier angeführet zu werden2.

Um diesen Felsen rankt sich ein ganzer Kranz von unterschiedlichen Deutungen3. Das Echo war bereits im Mittelalter berühmt. Daher versuchte man, den Namen von mda. lorren, lurren = „heulen (Wind), schreien" abzuleiten4. Daneben gab es auch den Versuch, den Namen auf ein erschlossenes *Lur = „elbisches Wesen" zurückzuführen5; denn elbische Wesen und der sagenhafte Nibelungenhort wurden ebenfalls mit dem Felsen in Zusammenhang gebracht. Seit früher Zeit kreist auch eine Teufelssage um diesen Berg. Wir wollen den Sagenkreis nicht weiter erörtern, sondern versuchen, mit namenkundlichen Methoden zur Erhellung und Deutung des Namens beizutragen6. Von den vielen sprach-lichen Deutungen haben sich bisher folgende herauskristallisiert, die auch sprachwissenschaftlich fundiert sind.

1. mhd. lur(e), lûren swv. in der Bedeutung „Lauer, Hinterhalt, lauern"7,

2. spätmhd. luren ähnlich Kaufmann8,

3. bret. *louarlec´h „Mondstein"9,

4. rhein. lureln „summen"10, lörlen „Tonwort"11. Das Namenmotiv liegt demnach in dem Rauschen des Flusses. Hervorgerufen wird dies durch viele Stromschnellen sowie durch einen kleinen Wasserfall, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch sichtbar war12.

Jeske hat auf die augenfällige Instabilität des Kompositums hingewiesen. Bei der Tradierung des Namens müssen geographische, zeitliche und schichtenspezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Dazu ist es notwendig, erneut zu den schriftlichen Zeugnissen zurückzukehren13.

2.0 Historische Belege

Mitte 13. Jh. in dem Lurlenberge14

2. Hälfte 13. Jh. der lorleberg15

1288–1300 ûz lurlinberge16

1314 Christian gen. Lurley17

1372 auf lúrleye (LHA Ko 109/541, hierher?)

1395 Loyrenberg18

1401 Kop XV by dem loirleyberge (Bistumsarchiv Trier 71,129/200)

1608/9 Lorlei19

1609 Berg Lourley20

1645 der Lurleberg21

1697 Dieser Lurleyberg22

1699 unter dem Lohrenberg (Stiftarchiv St. Goar A51,1)

1870 Lorley / Lornberg (Urkataster St. Goarshausen Bl. 7/8)

Diese Belegreihe ist jedoch nicht vollständig. Die Erstbezeugung des Felsens wurde bisher fast immer übersehen, obwohl die historische Quelle allgemein bekannt ist23. Im Jahre 820 schenkte Ludwig der Fromme ein großes Wald-gebiet mit präzise beschriebenem Grenzverlauf an das Kloster Prüm24. Die Beschreibung ist im Liber aureus der Abtei Prüm, einem Kopialbuch von 920, erhalten. Die meisten der dort genannten Örtlichkeiten können heute noch sicher lokalisiert werden. Dort finden wir folgende Angaben:

820 Kop. 920 incipit enim a(n)tilioli25 riuulo ubi ipse confluit in renum

(Stadtarchiv Trier 1709,51v)

„(Die Grenze) beginnt gewiß dort, wo das ,antiliolus‘-Bächlein in den Rhein fließt." Dieser Bach ist mit dem Galgenbach zu identifizieren, der über Jahrhunderte die Grenze zu Oberwesel bildete26. So ist dieser Grenzbach auch auf der Karte von Dilich mit dem Grenzverlauf des alten Amtes Rheinfels eingezeichnet. Bei antiliolus handelt es sich offensichtlich um ein Kompositum, das mit Hilfe der Präposition lat. ante „vor, gegenüber" gebildet wurde. Das Grundwort liolus ist uns als Appellativum aus dem moselromanischen Raum bekannt. Hierin stecken gall. *leia „Fels" und ein romanisches Suffix27. Ferner sind noch Bildungen mit romanischem Plural bezeugt. Eine Herleitung des Gewässernamens antilioli vom lateinischen Cognomen Antilius28 ist in Anbetracht der zahlreichen moselländischen Parallelen unwahrscheinlich.

3.0 Lei

Das Appellativum leia begegnet uns in der asächs. Bibeldichtung Heliand aus dem 9. Jahrhundert. Dort finden wir die Lehnwörter felis und leia „Felsen". Es sind poetische Wörter, die sonst fremd im Text wirken. Das Appellativum Lei ist im Rheinland stark verbreitet und aus gall. *léi zu *léu entlehnt29; heute besitzt es die Bedeutung „Schieferfelsen". In der Schenkung von 820 finden wir auch das Appellativum Felsen: Inde subtus hoauelisa „Hoher Felsen", heute Spitzestein. Frühe Zeugnisse für Lei bietet das um 1050 im ripuarischen Raum entstandene Annolied: ûffin leige30, ferner in einigen frühen (Mikro-)Toponymen: Ürzig 1107 Leia31.

3.1 Leia + romanischer Plural32

Deutung „bei den Schieferfelsen"

Merl 1166 in Leies

Platten 1751 auf der Leis33

Sentzich

(Lothringen) 1286 com dit assi de leis34

3.2 Laia + iôla Suffix35

Bei -iôla handelt es sich um ein Diminutiv-Suffix, eine Verkleinerungsform36, Deutung „bei den kleinen Schieferfelsen".

Graach 1121 vocatur legula37

Lieser um 1140 Juxta leiolin

Zell um 1200 dictus leolis

Piesport 1296 im Leyols

bei Bremm 1533 uff Leiels

Klotten 16./17.Jh. auf das klein Lejolgen38

Ensch 1667 in der Leyol39

3.3 Laia + -êtum Suffix

Bei -êtum handelt es sich um ein Suffix, das zunächst nur in Verbindung mit Baumnamen vorkommt, um kollektives Auftreten, einen Wald oder Hain zu bezeichnen40. Später bezeichnet diese Bildungsweise allgemein kollektives Vorkommen, Deutung „bei den Schieferfelsen".

Mehring 1296 in Leygeth41

Enkirch 13. Jh. Leieit42

Es ist also offenkundig, daß das Bächlein Antiliolus nach dem gegenüberliegenden Felsen, der heutigen Loreley, benannt wurde43. An der Mosel läßt sich in einigen Fällen Namenkontinuität bis heute nachweisen. In allen Fällen werden mit diesem Appellativum offenbar kleinere, anstehende Schieferberge bezeichnet.

4.0 Romanen am Mittelrhein

Wie gelangt nun dieses moselromanische Wort an den Mittelrhein? Zunächst könnte man einen rein schriftsprachlichen Hintergrund vermuten. Das Kloster Prüm, das in St. Goar reich begütert war, hatte im Frühmittelalter eine starke besitzmäßige Verankerung im moselromanischen und westfränkisch-romanischen Raum44. Wir wissen, daß Pippin Mönche aus dem Kloster St. Faron bei Meaux (nordöstlich von Paris) zur Erneuerung und Verstärkung nach Prüm schickte. Zu dieser Gruppe gehörte auch Asver, der spätere Abt von Prüm. Aus den Miracula Goaris erfahren wir, daß das Zusammenleben zwischen Germanen und Romanen nicht einfach war und daß sich zeitweise Kleriker romanischer Herkunft in der Cella Goaris aufhielten. Für uns bedeutet dies, daß antiliolus auf Prümer Überlieferung beruhen könnte und am Mittelrhein früher keine volkssprachige Entsprechung hatte. So wird in der gleichen Quelle der Gründelbach als granderiuus bezeichnet. Dies ist eine gelehrte Bildung zu nhd. grand „Kies, grober Sand"45 und verstärkt den Eindruck, daß liolus nicht bodenständig sein könnte.

Es ist mittlerweile gesichert, daß im Raum Oberwesel46 noch mit einer romanischen Bevölkerungsgruppe im Frühmittelalter (8./9. Jahrhundert) zu rechnen ist, jedoch nicht in der Vitalität und Durchdringung wie an der Mosel47. Folgende namenkundliche Zeugnisse können hierfür beigebracht werden: Plenter < lat. Plantarium „Rebneuanlage"48. Für den nördlichen Mittelrhein sind auch zwei unverschobene Belege mit romanischem Plural-s < lat. in plantariis bezeugt, und zwar in Oberwesel aus dem Kloster Allerheiligen und dem Stift Unserer Lieben Frau: 1340 zu plenters und 1427 im plenters49. In diesen Zusammenhang gehören noch: 1756 in der Muntel < lat. montellus? „kleiner Berg", Langscheid 1719 in der oderoff < lat. aquaeductus „Wassergraben", Werlau 1812 Kassenack < lat. cassenetum „Eichenwald".

5.0 Integration ins Deutsche

Das im Moselromanischen bezeugte leiolus < lei + iôlus zeigt unterschiedliche Entwicklung: leiolos > leolus (leiolin : Lieser / leolis : Zell). Bei dem Wandel [ei] > [e] ist unklar, ob ein genuin romanischer Lautwandel (Monophthongie-rung)50 oder ein romanischer Lautersatz von [ei] durch [e] vorliegt51. Es ist geradezu ein Charakteristikum des Mittelfränkischen des 10./11. Jahrhunderts, wenn <e> für wgerm. /ei/ nicht nur vor /h, r, w/ und im Auslaut, sondern auch in anderen Fällen erscheint52.

Ferner ist auch altfranzösisch [ai] > [eo] möglich53. Der Wandel [eo] > [io] ist ebenso ein althochdeutsches Phänomen des 9. Jahrhunderts54; er beruht auf germ. /eu/, das zu [eo] geworden ist, indem das [u] – ebenso wie altes [u] – vor /a, e, o/ der folgenden Silbe zu [o] wurde55. Die angeführten Beispiele sollen aufzeigen, daß es in dieser bilingualen Zone Entwicklungen gab, die sowohl vor romanischem als auch germanischem Hintergrund erklärt werden können. So entwickelte sich leolis : Zell > liol : Morscheid56 mit heute noch vorhandener romanischer Betonung57.

Im Moselromanischen läßt sich folgende kleinräumige Entwicklung belegen: Lat. [o] über [o:] und [u:] zu [ü:]58, welches dann entrundet zu [i], Lürley > Lirley werden konnte. Damit findet auch dieser bisher problematische Beleg seine Erklärung59. Am Mittelrhein existieren auch Beispiele für die Entrundung: Oberheimbach Pinsel > vlat. *ponticella „kleine Brücke"60, Umgebung von Boppard 1220 Dragemunt < lat. mons „Berg".

Während die moselländischen Toponyme leol- ihr [l] bewahrt haben, finden wir hier beim Toponym Loreley einen Liquidtausch l / r61, der sowohl im Romanischen (Klüs-serath: Urmel / lat. ulmus „Ulme"62) und Deutschen (Nie-derheimbach: gundelthal / gunderdail, Oberspay: Hael-gartten / Hargarde, Oberwesel: Klüppelberg / Klüpper-berg) häufig ist63. Der Tausch konnte um so leichter durchgeführt werden, da es zahlreiche Appellativa gab, die volksetymologisch mit diesem, im 12. Jahrhundert nicht mehr durchsichtigen Namen verknüpft werden konnten. So zum Beispiel mhd. lûren swv. „lauern, wachen, auf der Lauer liegen"64, welches hier in der Mundart bezeugt ist65, oder mhd. lûstern, lustern swv. „horchen, lauschen"66, das ebenfalls im nassauischen lurren, lörren „heulen, laut jammern" weiterlebt; es steht hierzu im grammatischen Wechsel67. Die Alternanz von [u] / [o] im Mitteldeutschen ist sehr häufig vor Nasal und [r] festzustellen (Trechtingshausen: Burc-wege / Borgwege)68 und somit eine einfache Erklärung für die Instabilität des Namens.

Der Name von Deutschlands berühmtestem Felsen ist somit nur vor dem Hintergrund einer fränkisch-romanischen Symbiose bis ins 8. Jahrhundert am Mittelrhein zu erklären. Weitere namenkundliche Funde sind zu erwarten, so daß unsere Kenntnis um das bilinguale Gebiet im Rheinengtal noch erweitert werden wird.

ANMERKUNGEN:

1 Die Loreley. Gedichte, Prosa, Bilder. Ein Lesebuch. Hrsg. von Wolfgang Minaty. Frankfurt 1988.

2 Johann Ludwig Knoch Goarino, Antiquitates Goarinae oder Historisch-Topographische Beschreibung der Altertümer der hochfürst-lich Hessischen in der Grafschaft Catzenelnbogen gelegenen Hauptstadt Sandt Goar. 1752, zit. nach Karl E. Demandt, Das Katzenelnbogener Rheinzollerbe 1479–1584. Bd. 1: Der Zoll zu St. Goar 1480–1538. Wiesbaden 1978 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XXV), S. 48.

3 Konzise Zusammenstellung in Rez. H. W. Struck von Gerhard Bürger, Im Zauber der Loreley. St. Goarshausen 1952. In: Nassauische Annalen 64/1953, S. 199 f.

4 L. Berthold, Hessen-Nassauisches Volkswörterbuch II/1927, Sp. 166.

5 Wilhelm Hertz, Über den Namen Lorelei. In: Gesammelte Abhandlungen. Hrsg. von Friedrich von der Leyen. Stuttgart/Berlin 1905, S. 456–490, bes. S. 472 ff.

6 Eine umfassende Auseinandersetzung mit den namenkundlichen Deutungsversuchen der Vergangenheit bietet Hans Jeske, Zur Etymologie des Namens Loreley. In: Rheinische Vierteljahresblätter 48/1984, S. 112–122.

7 Adolf Bach, Deutsche Namenkunde. Band II,2: Die Deutschen Ortsnamen. Die deutschen Ortsnamen in geschichtlicher, geographischer, soziologischer und pyschologischer Betrachtung. Ortsnamenforschung im Dienste anderer Wissenschaften. Heidelberg 1981, § 288.

8 Henning Kaufmann, Bildungsweise und Betonung der deutschen Ortsnamen. München 1977, S. 11.

9 Charier Rez. Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearb. von Walther Mitzka. In: Etudes Germaniques 17/1962, S. 270 ff., bes. 271.

10 Rheinisches Wörterbuch. Bd. V, Sp. 635.

11 Deutsches Wörterbuch. Bd. VI, Sp. 1152.

12 Jeske S. 119.

13 Unsichere Zeugnisse hat Jeske bereits ausgesondert.

14 Ph. Strauch, Der Marner. Straßburg 1876, S. 97.

15 Liederhandschrift Reihe Litterae Göppingen 1976, Bd. 35.

16 Ritterpreis b zit. n. Jeske S. 116.

17 Aloys Schmidt, Quellen zur Geschichte des St. Kastorstifts in Koblenz. 2 Bde. Koblenz 1975–78 (Veröffentlichungen der Lan-desarchivverwaltung Rheinland-Pfalz 23/24), Nr. 223.

18 K. E. Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486. Wiesbaden 1953 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XI) Bd. I Nr. 2052.

19 Wilhelm Dilich, Landtafeln Hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser nach den Originalen in der Landesbibliothek in Kassel, im Staatsarchiv zu Marburg und im Landgräflichen Archiv zu Philippsruhe. Hrsg. Von Edmund E. Stengel Marburg 1927 (Mar-burger Studien zur älteren deutschen Geschichte. Reihe I: Arbeiten zum geschichtlichen Atlas von Hessen und Nassau 5).

20 Quad von Kinkelbach, Teutscher Nation Herligkeit. Köln 1609, S. 212.

21 Martin Zeiller, Topographia Palatinus Rheni et Vicinarum Regio-num. Frankfurt 1645–54.

22 Joh. J. Winkelmann, Gründliche und Wahrhafte Beschreibung der Fürstenthümer Hessen und Hersfeld, Bremen 1697, I, 34b.

23 Ferdinand Pauly, Zur Grenzbeschreibung des von Ludwig dem Frommen an die Abtei Prüm geschenkten Fiskalwaldes zu St. Goar. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 6/1954, S. 234–238, hier S. 235 Unsere Urkunde nennt den kleinen Bach, der damals wohl noch keinen Namen hatte, antilioli, weil er gegenüber der Lurlei mündet. Einen Zusammenhang vermutet er offensichtlich wegen der Ähnlichkeit; ein philologischer Nachweis wird nicht geführt. Halfer, Kontaktphänomene S. 553.

24 Josef Heinzelmann, Der Weg nach Trigorium ... Grenzen, Straßen und Herrschaft zwischen Untermosel und Mittelrhein im Frühmittelalter. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 21/1995, S. 9–132. Dort auch Zusammenstellung der wichtigsten landesgeschichtlichen Literatur; Text und Faksimile ebenda S. 11.

25 Die Lesung Heinzelmann S. 10 Anm. 4 incipit a Tilioli ist nicht nachvollziehbar.

26 Heinzelmann S. 19.

27 Im Text wird unterschieden zwischen dem Graphem <a>, dem Laut [a], dem Phonem /a/. a: langes a, * rekonstruiert, > wird zu , < entsteht aus, á betonte Silbe, à nebentonige Silbe.

28 Johannes Hubschmid, Zur Ortsnamenkunde Belgiens und angrenzender romanisch-germanischer Gebiete. In: Zeitschrift für romanische Philologie 79/1963, S. 343–396, hier S. 367.

29 Rudolf Post, Romanische Entlehnungen in den westmittel-deutschen Mundarten. Diatopische, diachrone und diastratische Untersuchungen zur sprachlichen Interferenz am Beispiel des landwirtschaftlichen Sachwortschatzes. Wiesbaden 1982 (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung 6), S. 110 f.

30 Das Annolied. Hrsg. v. E. Nellmann. Eberhard, Stuttgart 1975, Vers 542.

31 Maurits Gysseling, Toponymisch woordenboek van België, Neder-land, Luxemburg, Noord-Frankrijk en West-Duitsland (vóór 1226) 2 Bde. 1960 (Bouwstoffen en Studien voor de Geschiedeneis en de Lexicographie van het Nederlands VI.2), S. 612.

32 Wolfgang Jungandreas, Leia im Heliand. In: Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 81/1958, S. 23–26, hier S. 24. Wolfgang Jungandreas, Zur Geschichte des Moselromanischen. Studien zur Lautchronologie und zur Winzerlexik. Wiesbaden 1979 (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung 3); § 9.

33 Wolfgang Jungandreas, Historisches Lexikon der Siedlungs- und Flurnamen des Mosellandes. Trier 1962/63. (Schriftenreihe zur Trierischen Landesgeschichte und Volkskunde 8), S. 597. Auf die quellenkritische Problematik kann hier nicht eingegangen werden.

34 Camillus Wampach, Urkunden- und Quellenbuch der altluxem-burgischen Territorien bis zur burgundischen Zeit. Luxemburg 1935–55, Vers 163.

35 Wolfgang Kleiber, Probleme romanisch-germanischen Sprachkon-takts an der Mosel vornehmlich im Bereich der Prosodie von Toponymen. In: Gießener Flurnamen-Kolloquium 1. bis 4. Oktober 1984. Hrsg. v. Rudolf Schützeichel. Heidelberg 1985 (Beiträge zur Namenforschung NF, Beiheft 23), S. 534, Anm. 46.

36 W. Meyer-Lübke, Historische Grammatik der französischen Sprache. Heidelberg 1966, Bd. 2, § 150.

37 Jungandreas, Lexikon S. 607.

38 Jungandreas, Lexikon S. 599.

39 Jungandreas, Lexikon S. 599.

40 Meyer-Lübke § 58.

41 Jungandreas, Lexikon S. 577.

42 Jungandreas, Lexikon S. 596.

43 Manfred Halfer, Germanisch-romanische Kontaktphänomene am Beispiel der Mikrotoponomie des Mittelrheins. In: Gießener Flurnamen-Kolloquium 1. bis 4. Oktober 1984. Hrsg. v. Rudolf Schützeichel. Heidelberg 1985 (Beiträge zur Namenforschung NF, Beiheft 23), S. 546–559, S. 553.

44 Ingo Schwab, Das Prümer Urbar. Rheinische Urbare 5. 1983 (Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde 20).

45 Manfred Halfer, Die Flurnamen des oberen Rheinengtales. Ein Beitrag zur Sprachgeschichte des Westmitteldeutschen. 1988 (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung 12), S. 382.

46 Halfer, Kontaktphänomen, S. 559, zu Werlau vgl. Dieter Müller, „Werelawe" vor dem Jahre 992 – Mit der Sprache in die Frühgeschichte von Werlau. In: Hansen-Blatt 49/1996, S. 115–121.

47 Max Pfister, Die Moselromania aus romanistischer Sicht. S. 85. In: Wolfgang Kleiber/Max Pfister, Aspekte und Probleme der römisch-germanischen Kontinuität. Sprachkontinuität an Mosel, Mittel- und Oberrhein sowie im Schwarzwald. Mit 28 Karten. 1992 (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Kommission für Namenforschung).

48 Wolfgang Kleiber / Johannes Venema, Germanisch-romanische Lehnbeziehungen in der Winzerterminologie. Köln 1992 (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande X/2), S. 6 ff.

49 Halfer, Kontaktphänomen S. 551.

50 Hans Rheinfelder, Altfranzösische Grammatik. München 1953 § 131.

51 Monika Buchmüller-Pfaff, Siedlungsnamen zwischen Spätantike und frühem Mittelalter. Die -(i)acum-Namen der römischen Provinz Belgica Prima. Tübingen 1990 (Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie 225), S. 730.

52 Rolf Bergmann, Mittelfränkische Glossen. Studien zu ihrer Ermittlung und sprachgeographischen Einordnung. Bonn 1977 (Rheinisches Archiv 61), S. 20, 140, Franck § 31,2.

53 Rheinfelder S. 211: caveola > jaiole > geole > geol.

54 Wilhelm Braune/Hans Eggers, Althochdeutsche Grammatik. Tübingen 1975 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte A5) § 48.

55 Braune / Eggers § 47.1.

56 Jungandreas, Lexikon S. 613.

57 Kleiber, Sprachkontakt S. 534.

58 Jungandreas, Lautchronologie § 86 f.

59 Jeske S. 118.

60 Halfer, Flurnamen S. 129.

61 Buchmüller-Pfaff S. 580 ff., Moritz Regula, Historische Grammatik des Französischen. Bd. 1: Lautlehre. Heidelberg 1955, Bd. I, S. 183 f.

62 Weitere Beispiele bei Jungandreas, Lautchronologie § 61.

63 Halfer, Flurnamen S. 331.

64 Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. 3 Bde. Leipzig 1872–78. Bd. I, Sp. 1990.

65 Rheinisches Wörterbuch Bd. V, Sp.179 ff.; Südhessisches Wörterbuch Bd. 4, Sp. 449 f.

66 Lexer Bd. I, Sp. 1993.

67 vgl. lêren - list Ahd. Gramm §169 Anm. 1.

68 Halfer, Flurnamen S. 309 mit weiteren Belegen aus dem Rheinengtal. Wilhelm Münch, Untersuchungen zur mittelrheinischen Dialektgeographie (Kreise Rheingau und St. Goarshausen). Diss. Marburg 1923, § 8b.

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Stand: Saturday, 18. May 2002  URL dieser Seite: http://loreleytal.com/hansenorden/hansen-blatt/1997nr50/loreley.htm