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Internationaler Hansenorden e. V.
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von Felix Weber
| Die Kommende Waldstätte/Schweiz
organisierte am letzten Wochenende im Wonnemonat Mai 1997 eine Zusammenkunft, zu der
Hansenbrüder über die Landesgrenzen hinaus geladen waren. Herrliche Landschaften im schweizerischen Berner Oberland erwarteten die Teilnehmer zu einem kameradschaft-lichen Zusammensein. Zur Freude der Schweizer Hansen hatte sich Hansenmeister Rudolf Ackermann zur Teilnahme angemeldet. Leider konnte Rudi kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen. Unter der Oberaufsicht des stellvertretenden Hansenmeisters Hans-Peter Goedert hatten sechs Hansenbrüder aus Deutschland (teilweise mit Partnerin) der Einladung Folge geleistet. Bereits am Donnerstag, dem 29. Mai 1997, trafen die ersten Gäste ein, welche in eigener Sache die Urlaubstage nutzten. Programmgemäß begann der offizielle Anlaß am Samstag, dem 31. Mai 1997. |
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Samstag, 31. Mai 1997 Apéro im Grandhotel Giessbach
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Am Samstag, dem 31. Mai 1997, begrüßten sich
die Gäste bei der Schiffsstation Brienz-Bahnhof und erfreuten sich des Wiedersehens mit
den Hansenfreunden aus der Ferne. Der Raddampfer Lützelflüh führte uns
pünktlich um 16 Uhr, bei sonnigem, aber sehr windigem Wetter, über den Brienzer See zur
Schiffsstation Giessbach. Für einige deutsche Gäste war es die erste Möglichkeit, mit
einem Dampfschiff zu fahren. Sie bestaunten den Motorenraum und ließen dabei die schöne
Aussicht auf See und Berge ganz vergessen. In Giessbach angekommen, stand eine historische Standseilbahn zur weiteren Beförderung der Gäste zum Grand-hotel bereit. Für uns stand eine schöne Sonnenterrasse zur Verfügung, in welcher wohlschmeckende Schweizer Weine serviert wurden. Man genoß die herrliche Aussicht auf die wunderschöne Brienzer-See-Landschaft und die umliegenden Berge. Angeregt tauschte man sich über das Geschehen im Hansenorden aus.
Die unmittelbar neben dem Hotel befindlichen Giessbachfälle (Wasserfälle) lösten bei manchem Teilnehmer ein Gefühl starker Bewunderung über die unverdorbenen Naturschönheiten aus. Im voraus angeforderte Hotelbusse fuhren uns sicher und pünktlich zu den jeweiligen Hotels zurück. |
Samstag, 31. Mai 1997 30-Jahr-Feier im Hotel Lindenhof in Brienz |
Pünktlich um 19 Uhr begaben sich die Gäste in
die für uns reservierte Brienzer Stube im Hotel Lindenhof in Brienz. Nach
einem ausreichenden Aperitif konnte rasch mit dem Nachtessen begonnen werden. In der
gemütlichen Brienzer Stube, ebenfalls wiederum mit atemberaubendem Ausblick auf den
Brienzer See, fühlten wir uns rasch gut aufgehoben und freuten uns auf die angekündigten
Köstlichkeiten. Das von den Hansenbrüdern Peter Spiess und Felix Weber ausgewählte
Menü übertraf die Erwartungen bei weitem.
Nach dem Hauptgang übernahm Komtur Felix Weber die Begrüßung der Gäste, namentlich der Ordensratsmitglieder des Stammordens. Er wies in seiner Rede darauf hin, daß die Kommende Waldstätte auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken kann. Viele schöne Stunden durften wir im Kreise des Hansenordens verbringen. So solle es auch in Brienz sein. Der stellvertretende Hansenmeister Hans-Peter Goedert überbrachte eine Grußbotschaft des Hansenmeisters Rudolf Ackermann und bestätigte in seiner Ansprache, daß sich der Orden stets auf die Schweizer Hansen verlassen kann. Die Freundschaften zur Eidgenossenschaft seien nicht nur auf Papier geschrieben, sondern würden aktiv gelebt. Zum 30jährigen Bestehen überreichten Hans-Peter Goedert und Scriba Klaus-Werner Kloke der Kommende Waldstätte eine gerahmte Radierung mit der Darstellung des Hansenbechers von 1683 und einer Widmung des Hansenmeisters. Der Zeremonienmeister der Kommende Waldstätte, Hans Duss, begrüßte die Anwesenden seinerseits und gab der Freude Ausdruck, daß so viele deutsche Gäste, trotz langer Anreise, die Einladung angenommen hätten. Ein hervorragend zubereitetes Dessert rundete die Tafel ab. Ein gemütlicher Abend im Kreise von Freunden mit Bestem aus Küche und Keller , was will ein Hanse noch mehr? Es versteht sich von selbst, daß einige Gäste den Abend an der Hotelbar ausklingen ließen. |
Sonntag, 1. Juni 1997 Freilichtmuseum Ballenberg |
Planmäßig begaben wir uns am Sonntag, dem 1.
Juni 1997, um 10 Uhr zum Freilichtmuseum Ballenberg. Leider hatte sich das Wetter zum
Schlechten verändert, so daß wir die sehr interessant gestaltete Führung im Museum für
ländliche Kultur unter dem Regenschirm hinnehmen mußten.
Im Freilichtmuseum Ballenberg befinden sich mehr als 80 jahrhundertalte Gebäude im Original aus allen Landesteilen der Schweiz. Außerdem gibt es 250 einheimische Bauern-hoftiere sowie ursprüngliche Gärten und Felder auf dem Gelände zu besichtigen. Es versteht sich von selbst, daß wir nur einen Bruchteil des Ganzen unter fachkundiger Führung von zwei charmanten Damen besichtigen konnten. Auf dem Ballenberg findet man die Schweiz so vor, wie sie einmal war. Nebst den ständigen Ausstellungswerken finden abwechselnde Vorführungen von traditionellem Handwerk oder andere Spezialvorstellungen statt. An diesem Wochenende, so zum Beispiel, eine Schnapsbrennerei, die wir aus Rücksicht auf die bevorstehende Heimfahrt besser nicht besuchten. |
Sonntag, 1. Juni 1997 Berner Spezialitäten-Buffet im Gasthaus Alter Bären |
In der museumseigenen Gaststätte Alter
Bären (ein ursprüngliches Bauernhaus, wo im letzten Jahrhundert eine Gaststätte
betrieben wurde) haben wir das gemeinsame Mittagessen eingenommen. Ein vorzügliches
Berner Spezialitäten-Buffet verlockte, erneut, den Hunger zu stillen.
Ein letztes gemütliches Beisammensein, zu dem sich weitere vier Schweizer Hansenbrüder gesellten, ließ die Zeit rasch vergehen. Schon bald kam Aufbruchsstimmung auf, stand doch für viele unter uns eine lange Heimreise bevor. Gegen 15 Uhr verließen die letzten Gäste den Ballenberg. Einige benutzten die Gelegenheit und besichtigten das Museum noch auf eigene Faust. |
| Ein harmonisch verlaufenes Wochenende, auf das
die Teilnehmer sicherlich gerne zurückblicken, gehört leider schon der Vergangenheit an.
Die Organisatoren haben sich bemüht, für jeden Teilnehmer etwas Besonderes zu bieten.
Das Berner Oberland mit seinen Sehenswürdigkeiten und Köstlichkeiten, nebst angenehmer
Hotellerie, hat uns nicht enttäuscht. Wir dürfen von einem gelungenen und gemütlichen
Hansentreffen ausgehen, von dem jeder Daheimgebliebene nur träumen kann. Das Wichtigste am ganzen Anlaß, die Pflege der Freundschaft über die Landesgrenzen hinaus, kam ebenfalls nicht zu kurz. Wir konnten alte Freundschaften auffrischen sowie neue schließen und verbrachten ein Wochenende miteinander, fernab von Hektik und Streß, umgeben von Bergen, Wäldern, Alpwiesen und Seen. Ein kameradschaftliches Beisammensein ganz im Sinne des Hansenordens. Ein Anlaß, der sehr gern zur Wiederholung in ähnlichem Rahmen anregt. Die Kommende Waldstätte bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern der 30-Jahr-Feier am Brienzer See. Aktive Teilnahme ist die beste Unterstützung. Diese Erkenntnis gilt auch für den Hansenorden, auf den wir Schweizer nach wie vor sehr stolz sind. |
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| Unsere Unterkunft in Brienz.
Links im Chalet waren die Hansenbrüder Hans Jürgen Selbach (1. Stock) und Wilhelm Hermann (Parterre) untergebracht. Im mittleren Haus wohnte Hansenbruder Renato Crivelli. Man hatte einen herrlichen Ausblick. |
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Stand: Monday, 15. April 2002
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