Burg Liebenstein bei Kamp-Bornhofen am Rhein Mittelrhein Tal der Loreley Ruine Feindliche Brüder Hotel Waldenburg Vermögensforderungen Rittermahl Sterrenberg die feindlichen Ritter Burgen Schlösser Festungen Ruinen Rheinburgen Rheintal Rheinland-Pfalz Deutschland Schloß Festung Hotels castle castles2007 / 2008: 23 Anbieter für Rittermahl Ritteressen Rheinland-Pfalz RLP in 15 Kreisen |
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14 Burgen auf der rechten Rheinseite zwischen Rüdesheim und Lahnstein Ruine Ehrenfels zwischen Assmannshausen und Rüdesheim Ruine Nollig bei Lorch an Mittelrhein und Wisper Pfalzgrafenstein im Rhein bei Kaub Burg Gutenfels Kaub am Mittelrhein Burg Katz St. Goarshausen Burg Maus bei St. Goarshausen - Wellmich Burg Reichenberg bei St. Goarshausen Burg Liebenstein bei Kamp-Bornhofen Burg Sterrenberg bei Kamp-Bornhofen Marksburg bei Braubach Martinsburg bei Lahnstein Burg Lahneck bei Lahnstein Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz an Mittelrhein und Mosel 16 Burgen auf der linken Rheinseite zwischen Bingen und Koblenz |
Die Burg Liebenstein gehört mit der benachbarten Burg Sterrenberg mit zu den bekanntesten Burgen am Rhein. Bekannt wurden die Burgen durch die Sage von den feindlichen Brüdern. Diese Sage beruht auf langen Familienstreitigkeiten zweier Brüder, der eine mit Sitz auf Burg Sterrenberg, der andere als Lehensträger der Burg Liebenstein. Die Burg Liebenstein liegt hoch über dem Rhein auf einem Bergfels über dem Ort Kamp-Bornhofen. Im Jahre 1268 wurde die Burg Sterrenberg unter den Brüdern Werner und Philipp von Bolanden aufgeteilt. 1286 versuchte Werner von Bolanden die Teilung rückgängig zu machen, dies wurde jedoch im Jahre 1288 vom Vormund des Nachfolgers von Philipp von Bolanden abgelehnt. Als der Nachfolger Philipps in jungen Jahren schon verstarb, wurde sein erblich zugestandenes Teil der Burg auf seine zwei Schwestern aufgeteilt. Albrecht von Lewenstein, der Gatte einer der Schwestern ließ in den Jahren 1284 bis 1290 zum Schutz ihres lehensfreihen Grundbesitzes, gegen ihren Onkel, Werner von Bolanden, die Burg Liebenstein erbauen. Ebenfalls erhoffte er sich durch den Bau dieser Trutzburg seinem Schwager, Werner von Bolanden, berechtigte Vermögensforderungen seiner Gattin einfordern zu können, da Werner von Bolanden den zweiten Teil der Burg Sterrenberg in seinen Besitz übernehmen wollte. Ab dem Jahre 1276 hatte der Schwager von Albrecht von Lewenstein Sitz auf Burg Liebenstein, mit seiner Gemahlin, deren Onkel ebenfalls Werner von Bolanden war. Sie veräußerte im Jahre 1294 die Burg Liebenstein aus finanziellen Gründen an den Ritter Siegfried Schenk von Sterrenberg und Ludwig von Sterrenberg, beide mit Sitz auf Burg Sterrenberg. Diese nannten sich von nun an von Liebenstein. Ab 1340 teilten sich die von Liebenstein und die Schenke von Liebenstein den Besitz der Burg. Nach dem Aussterben der Schenke von Liebenstein war die Ritterburg jedoch wieder ganz im Besitz der von Liebenstein. Inzwischen lebten auf der Burg Liebenstein bis zu zehn Erbparteien, die alle an ihren Burgbezirken Wehr- und Wohnbauten errichteten zum Schutz des Erbanrechts. Aufgrund von Familienstreitigkeiten der Burginsassen beider Burgen wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts die hohe sagenumwobene Streitmauer erbaut. Bis ins 17. Jahrhundert wird die Burg Liebenstein bewohnt, bis im Jahre 1637 das Geschlecht der von Liebenstein ausstirbt. Daraufhin geht das freigewordene Lehen an den Kaiser Ferdinand II., der wiederum den Mainzer Kurkanzler, Gerhard Freiherr von Waldenburg, mit der Ritterburg belehnt. Als es zu Aufständen der Erben der Liebensteins kommt, kommen sie im Jahre 1648 anläßlich des Westfälischen Friedens zu einer Einigung, worauf Ferdinand von Waldenburg zum Besitzer der inzwischen verfallenen Burg wird. Seit 1793 bis heute ist die Burg Liebenstein aufgrund einer Erbschaft im Besitz der Freiherren von Preuschen. Einer der Nachfolger, Freiherr Rudolf von Preuschen nahm in den Jahren 1977 und 1978 Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten vor. Die heute noch vorhandene hohe Streitmauer wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts zwischen den beiden verfeindeten Burgen erbaut. Die Burg Liebenstein besteht heute aus dem beachtenswerten 17 Meter hohen gotischen Wohnturm (14. Jahrhundert.), Reste des Bergfrieds auf ausgespartem Felsblock und ein kleines Wohnhaus im Osten, das in der Innenwand Lager für Zimmerholz zeigt. Das älteste Gebäude der Burg Liebenstein ist ein Fachwerkbau, welcher zur Verstärkung ummantelt wurde. An der Nordostseite des Wohnturms wurde im 17./18. Jahrhundert ein Hofhaus erbaut, in dem sich heute das Hotel-Restaurant befindet. Gegenüber den meisten anderen Rheinburgen haben hier alle Hotelzimmer Rheinblick. Der Pächter hat in den letzten Jahren alle Hotelzimmer - bis auf eines - neu renoviert und wieder mit alten Möbeln eingerichtet. Ab 2000 wird im Turmzimmer auch ein Himmelbett vorhanden sein. Für vorangemeldete Gruppen werden auch Rittermahle mit Gauklern veranstaltet, die allgemein gelobt werden. Auf Wunsch erscheint auch nachts das Burggespenst. Von der Burg Liebenstein hat man einen herrlichen Blick auf das Rheintal und die Wälder von Hunsrück und Taunus. Burg Liebenstein ist heute in Privatbesitz.
Erreichbar mit dem Auto von Kamp-Bornhofen, Parkplätze vor und in der Burg vorhanden Mit dem Zug: rechtsrheinische Station Kamp-Bornhofen Mit dem Auto: Über die rechtsrheinische B 42 von Wiesbaden nach Koblenz, sie führt durch das Gebiet der Loreley-Burgen-Straße. Linksrheinisch über die B 9 von Bingen nach Koblenz. Fährverbindung besteht zwischen Boppard und Kamp-Bornhofen 2007 / 2008: 23 Anbieter für Rittermahl Ritteressen Rheinland-Pfalz RLP in 15 Kreisen
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